Egalitärer Minjan Bamberg

mischkan-ha-tfila

Cheschwan 5776

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Liebe Mitglieder,

liebe Freunde unseres Minjan,

der Monat Tischri ist vergangen, mit all seinen Festtagen. Wir haben zusammen gebetet, zusammen gefeiert und saßen zusammen in unserer schönen Sukka am Kaulberg. Ihr/Sie Alle habt/haben dazu beigetragen, unser Miteinander würdig und auch fröhlich zu gestalten. Wir haben viele positive Rückmeldungen erhalten. Das schönste Lob ist aber ein Satz von einem unserer Mitglieder: „Heuer habe ich die Herbstfeste zum ersten Mal so richtig gespürt.“

Gemeindeleben gedeiht dort, wo ein jeder sich angesprochen fühlt, Teil der Gemeinschaft zu sein, Zugehörigkeit zu spüren; dort, wohin man gern geht, dort, wo nicht nur das Gebet, sondern auch wir zu Hause sind. Die zahlreichen Besucher gerade unserer Gebete zu den Hohen Feiertagen haben dies eindrucksvoll belegt. Von nah und fern kamen diese Besucher, auch aus anderen Gemeinden.

Es ist mir ein tiefes Bedürfnis, Euch/Ihnen Allen zu danken für Euren/Ihren Einsatz, sei es als Beter im Minjan, als Sukka-Erbauer oder als Erzeuger von kulinarischen Köstlichkeiten, als Schaliach Zibur, Ba’al(at) Tokea oder Ba’al(at) Kore.

Mein besonderer Dank gilt Frau Irith Michelsohn, Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Bielefeld und Geschäftsführerin der Union Progressiver Juden, und mit ihr auch ihrer Gemeinde, die uns unbürokratisch und uneigennützig eine ihrer Torarollen für die Feiertage zur Verfügung gestellt hat. Eine Sefer Tora von besonderer Bedeutung, die der Zerstörung in der Reichspogromnacht 1938 in Bielefeld entging und wie durch ein Wunder die Zeit des Nationalsozialismus überstanden hat.

Des weiteren geht mein Dank an alle Verantwortlichen der Bamberger Stephans-Gemeinde, die es möglich gemacht haben, daß wir die Feiertage in „unserem“ Betraum am Schillerplatz feiern konnten.

All dies ist nicht selbstverständlich. Dankbar und optimistisch laßt uns darum der Zukunft unseres Minjan entgegensehen – und aktiv an ihr mitgestalten!

In diesem Sinn:

Herzliche Grüße von Ihrer/Eurer

Raba Yael Deusel

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